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Von Panik bis Reizdarm: Candida als unterschätzter Auslöser

Liebe Leserin, lieber Leser,

Pilze, insbesondere Candida, sind häufige, stille Mitbewohner unseres menschlichen Mikrobioms. Als opportunistischer Organismus verursacht Candida in der Regel keine Beschwerden; erst wenn die regulierenden Gleichgewichte verloren gehen und es zu einer Überwucherung kommt, kann er zu einer Vielzahl chronischer Symptome beitragen.

Sobald das Immunsystem durch Stress, Antibiotika, Hormone oder Zucker aus dem Gleichgewicht gerät, schalten diese Opportunisten vom Ruhe- in den Angriffsmodus. Ihre Stoffwechselabfallprodukte wie Alkohole, Acetaldehyd und andere Toxine belasten Leber, Gehirn und Immunsystem täglich. Das Ergebnis sind diffuse Beschwerden, die sich kaum eindeutig zuordnen lassen.

Umso wichtiger ist es, genauer hinzusehen. In diesem Newsletter zeigen wir auf, warum Candida oft übersehen wird – und welche Möglichkeiten es gibt, den Körper gezielt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Candida albicans – der grosse Imitator

Die häufigste Pilzart ist Candida albicans. Studien zufolge trägt jeder Dritte zu viel davon ohne es zu wissen (1). Doch diese Faustformel hat eine bewegte Geschichte:
Noch vor wenigen Jahren galt Candida-bedingte Darmbesiedlung in der Schulmedizin schlicht als „nicht relevant“. In vielen Universitäten und Ernährungs-Ausbildungen wurde das Thema als „Heilpraktiker-Märchen“ abgetan und eine systematische Diagnostik fand kaum statt. Erst seit Mitte der 2010er-Jahre rückte die Erkenntnis in Fokus, dass Candida-Gifte (z.B. D-Arabinitol) das Immunsystem und die Darmbarriere (z.B. Zonulin-Anstieg) messbar belasten können (2).

Heute ist Candida albicans als Opportunist in Leitlinien akzeptiert, doch Standard-Blutkulturen erfassen nur 21–71 % der tatsächlichen Fälle; molekularbiologische Stuhl oder PCR-Verfahren sind noch immer nicht flächendeckend verfügbar. Die schulmedizinische Diagnostik hinkt damit den Erfahrungen aus der biologisch-medizinischen hinterher, in der Dunkelfeld, Stuhltest und Antikörper-Profiling schon lange Routine sind.

Risikogruppen für Candida

Wir tragen Candida-Pilze fast alle als Teil der natürlichen menschlichen Flora in uns und damit zählt er nicht zu den klassischen Pathogenen. Ein gesunder Organismus hält ihn in der Regel problemlos in Schach – es kommt weder zu einer Infektion noch zu einer Gewebeirritation. Doch dieses Gleichgewicht ist fragil. Bereits kleinste Abweichungen im inneren Milieu, d.h. leichte Verschiebungen der Körperphysiologie, der Abwehrkräfte oder der mikrobiellen Ökologie, können aus einem stillen Mitbewohner einen aktiven Störenfried machen. Nicht Candida verändert sich, sondern das Milieu um ihn herum kippt, und erst dadurch wird ein eigentlich harmloser Bewohner potenziell pathogen. Genau deshalb ist die Candidiasis eine klassische Milieu-Erkrankung der Biologischen Medizin.

Patienten mit bestehender Darm-Dysbiose gehören zur grössten Risikogruppe; nachfolgende Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer symptomatischen Candida-Kolonisation weiter:

  • Frauen mit Hormonumstellungen (Pille, Schwangerschaft, Wechseljahre)
  • Antibiotika-Patienten (gutachtlich: bis 80 % Darmflora-Verlust nach nur 7 Tagen)
  • Menschen mit chronischem Stress und/oder hohem Zuckerkonsum (auch Alkohol)
  • Diabetes mellitus (postprandiale Hyperglykämie ≥ 180 mg/dl)
  • Chronisch kranke Patienten mit nachweisbarer Dysbiose (z. B. Reizdarm, MCS, EHS, autoimmunen oder neurodegenerativen Erkrankungen)
Die Vielgestaltigkeit – warum Candida so schwer zu greifen ist

Hirnnebel, rasende Angst, nächtliche Panikattacken, Atemnot, Reizdarm, Geruchssensibilität und ständige Müdigkeit werden selten einem Darm-Pilz zugeschrieben, doch genau hier sollte die Wurzel des Problems liegen: Candida ist notorisch schwer zu erkennen, da es sich nur selten mit einem klaren, isolierten Symptom zeigt. Stattdessen können seine Stoffwechselabfallprodukte ein breites Spektrum diffuser und auf den ersten Blick nicht zusammenhängender Beschwerden auslösen.

Im folgenden Abschnitt werden diese Symptome erläutert, wie die Stoffwechseltoxine von Candida diese bemerkenswerte Vielfalt klinischer Erscheinungsbilder hervorrufen können.
Symptome


Panikattacken und Angstzustände – so schleicht sich Candida ins Gehirn

Die Blut-Hirn-Schranke (BBB) ist eigentlich ein dichter Schutzwall, der verhindert, dass Krankheitserreger oder Toxine ins Gehirn gelangen. Doch Candida albicans verfügt über mehrere Virulenzfaktoren (z. B. Phospholipasen, Hyphenbildung), mit denen er diese Barriere unterwandern kann, ohne sie strukturell zu zerstören (3).

Der Ablauf lässt sich so zusammenfassen:
  1. Durchtritt
    Die Hefen haften sich an die feinen Hirngefässe und schlüpfen wie durch eine „Geistertür“ ins Gewebe.

  2. Entzündungs-Alarm
    Dort treffen sie auf Mikroglia – die Immunpolizei des Gehirns. Diese schlagen sofort Alarm, schütten Entzündungsbotenstoffe (IL-6, TNF-α) aus und erzeugen ein neuroinflammatorisches „Feuer“, das sich für Betroffene wie inneres Fieber, Druck im Kopf oder innere Unruhe anfühlt.

  3. Gift-Cocktail
    Gleichzeitig entstehen Acetaldehyd und Ammoniak – Toxine, die die Energieproduktion der Nervenzellen hemmen, Vorstufen von Serotonin und Dopamin verbrauchen und die Stimmung sowie die Stressresilienz schwächen.

Das Ergebnis: Herzrasen, flacher Atem, innere Alarmbereitschaft – typische Panikattacken, deren Ursprung nicht psychisch, sondern biochemisch ist.


Brain-Fog & Konzentrationskollaps – warum der Kopf „in Watte“ steckt

Candida produziert im Darm Alkohol-artige Stoffwechselgifte wie Acetaldehyd. Diese gelangen über die Schleimhaut ins Blut und blockieren zwei zentrale Systeme im Gehirn:

  1. Serotonin-Bremse
    Acetaldehyd verbraucht Vitamin B6 und Tryptophan – die Bausteine für Serotonin. Fehlt Serotonin, sind Gedächtnis, Schlaf und Stimmung gedämpft (4).

  2. eCB-Signalstörung
    Die Toxine beeinträchtigen das endogene Cannabinoid-System (eCB), das für Kurzzeitgedächtnis und mentale Klarheit zuständig ist. Betroffene fühlen sich benommen, „wie betrunken, aber ohne Spass“.

Kurz gesagt: Candida-Gifte laden die Denk-Batterien nicht mehr richtig auf – übrig bleibt Nebel im Kopf, Wortfindungsstörung und geistige Ermüdung.


Reizdarm – wenn der Bauch dauerhaft unter Strom steht

Candida siedelt bevorzugt in den letzten Zentimetern des Dünndarms und im Dickdarm. Dort bildet er Biofilme, produziert Gase (CO₂, H₂) und Alkoholmetaboliten. Die Folgen:

  1. Gasüberdruck: Die Gase dehnen die Darmschlingen – es gluckert, drückt und bläht.

  2. Flut oder Dürre: Die Darmwand wird gereizt: mal läuft alles zu schnell (dünn, breiig), mal zu langsam (hart, stockend). Der Stuhl wechselt täglich – typisch für Candida.

  3. Nervenreiz: Die entzündete Schleimhaut sendet Dauerimpulse ans Gehirn. Das Ergebnis: „nervöser Darm“, obwohl der eigentliche Störenfried ein Biofilm ist.

  4. Leaky-Gut: Durch die Reizung und die von Candida produzierten Toxine werden die engen Verbindungen zwischen den Darmzellen (Tight Junctions) gelockert. Dadurch gelangen Mikrobenbestandteile, Toxine und teilweise auch unverdaute Nahrungsbestandteile ins Blut, was das Immunsystem zusätzlich belastet und auch zu Brain-Fog, Müdigkeit oder Reizempfindlichkeiten führen kann (6).

Hautausbrüche – wenn der Pilz nach aussen dringt

Über die durchlässige Darmwand gelangen Candida-Toxine ins Blut und erreichen die Haut. Dort verursachen sie drei typische Reaktionen:

  1. Ekzem-Flecken: Rötungen, Schuppung, Juckreiz – besonders in Ellenbeugen, hinter den Knien oder am Hals.

  2. Nesselsucht-Attacken: Schnell auftauchende Quaddeln, oft nach Zucker oder Alkohol, wenn der Pilz besonders viele Toxine freisetzt.

  3. Psoriasis-Schübe: Entzündungsbotenstoffe (z. B. IL-17) feuern die Schuppenbildung an; bestehende Plaques verstärken sich.

Candida kann nahezu jede Oberfläche befallen: Mund, Rachen, Haut, Kopfhaut, Vagina, Nägel, Bronchien, Lungen, Darm und je gestörter das Terrain, desto tiefer das Eindringen.


Scheidenpilz trotz negativem Abstrich brennt

Viele Betroffene kennen das brennende Gefühl, den Juckreiz und den weisslichen Ausfluss, doch der gynäkologische Abstrich bleibt negativ. Warum? Der Erreger sitzt oft nicht in der Scheide, sondern im Darm. Von dort aus wandern kleinste Candida-Kolonien rückwärts zur Vaginalöffnung und reizen die empfindliche Schleimhaut. Da sie die Scheide nicht dauerhaft besiedeln, findet man sie im Tupfer nicht, trotz starker Beschwerden.


Chronische Müdigkeit: Wenn selbst 9 h Schlaf nicht reichen

Wie oben erwähnt, produziert Candida flüchtige Stoffwechselprodukte wie Fuselalkohole und reaktive Aldehyde, die in die Zellen eindringen können und dort die Mitochondrien blockieren und dadurch:

  • wird Zucker nur unvollständig in ATP umgewandelt.
  • entsteht eine „Energieunterbrechung“ in Muskeln und Gehirn.
  • fühlt man sich morgens wie nach einer durchzechten Nacht.

Solange täglich neues Acetaldehyd entsteht, bleibt die Müdigkeit hartnäckig. Erst wenn Candida reduziert und der Darm entlastet wird, fährt der Organismus wieder hoch.


Heisshunger auf Zucker und kurzkettige Kohlenhydrate

Candida ist ein Meister der Fernsteuerung. Er beeinflusst zwei Schaltstellen im Gehirn:

  1. Sättigungsbremse
    Die Signale schwächen das Hormon Leptin – der Magen ist voll, doch das Gehirn meldet Hunger.

  2. Belohnungsknopf
    Gleichzeitig wird Dopamin gesteigert – süss oder Alkohol „beruhigt“ kurzzeitig.
Da Alkohol im Körper rasch zu Zucker umgewandelt wird, entsteht der typische „Abendhunger“ auf Süsses oder Wein. Mehr Zucker → mehr Pilzwachstum → mehr Giftstoffe → mehr Heisshunger. Ein perfekter Teufelskreis der erst endet, wenn die Hefen eingedämmt werden.

Wenn wir die Candida-Wurzel treffen, lösen sich viele Symptome gleichzeitig. Panik, Brain Fog, Blähungen, Hautausschläge, vaginale Reizungen und chronische Müdigkeit gehören oft zusammen, weil sie eine gemeinsame Ursache teilen: ein gestörtes inneres Milieu, in dem Candida überhandnimmt.

Doch wie finden wir heraus, ob Candida tatsächlich beteiligt ist?
Unsere biologische Diagnostik – Licht ins Dunkel bringen

Bereits am Anreisetag beginnen wir damit, das Terrain sichtbar zu machen. Denn je früher wir erkennen, ob Candida im Spiel ist, desto gezielter können wir behandeln. Mit einem Tropfen Blut unter dem Dunkelfeld-Mikroskop sehen wir binnen Minuten, ob filigrane Pilzfäden sich um oder zwischen den roten Blutkörperchen zeigen können– ein typisches Candida-Hinweis-Bild.

Parallel erfolgt der Bioresonanz-Test (Vega) als Teil der zahnärztlichen Basis-Untersuchung; hier zeigen sich zusätzliche Resonanzstörungen auf Hefen und deren Toxine.

So gewinnen wir am ersten Tag eine klare Verdachtsdiagnose, die wir in den nächsten Tagen mit zweifelsfreien Labordaten untermauern:
  • Stuhltest/Mykogramm – Hefen können in der mikrobiologischen Kultur wachsen und werden dort als Candida spp. ausgewiesen.
  • Labor-Immunpanel – misst IgG/IgA/IgM-Antikörper gegen Candida plus Zonulin zur Bewertung der Darmdurchlässigkeit.
Damit können wir unmittelbar mit der gezielten Sanierung Ihres Terrains beginnen – individuell, evidenzbasiert und biologisch.
Ernährungsstrategie – nicht den Pilz bekämpfen, sondern das Milieu verändern

Früher ging man davon aus, dass man Candida mit radikalen zuckerfreien Diäten „aushungern“ könne. Dies zeigte jedoch häufig nur geringe oder gar keine Erfolge. Der Grund ist einfach: Candida lebt nicht ausschliesslich von Zucker, sondern fungiert im Körper oft als eine Art Schutzpuffer, insbesondere gegenüber Schwermetallen wie Quecksilber, Blei und Cadmium.
Solange das Darmmilieu sauer, entzündet und mineralarm ist, kämpft Candida um sein Territorium, selbst wenn monatelang auf Süsses verzichtet wird.

Deshalb setzt die Paracelsus-Strategie nicht auf Verbote, sondern auf Milieu-Regulation. Unsere Entlastungsdiät stärkt drei biologische Achsen gleichzeitig:
  1. pilzfeindlich & entgiftend
  2. darmbakterienfreundlich & mikrobiomstabilisierend
  3. schwermetallbindend & basisch

Erst wenn alle drei Säulen greifen, verliert Candida seine Überlebensvorteile – und zieht sich zurück, ohne dass der Körper in eine harte „Ausbrenn-Reaktion“ gezwungen wird.
4-Wochen-Candida-Reset – die Basis für ein neues Terrain

  • Zucker-frei, Alkohol-frei & gluten-frei
    Kein raffinierter Zucker, kein Weissmehl, keine alkoholischen Getränke. Eine Portion Beeren am Vormittag ist erlaubt – niedrig glykämisch, reich an Polyphenolen und mikrobiomfreundlich.

  • Wasserlösliche Ballaststoffe – sie binden Pilzgifte & Schwermetalle und füttern die guten Bakterien
    Täglich ca. 35 g über Leinsamen, Flohsamenschalen, Chia, grünes Gemüse. Ballaststoffe binden Acetaldehyd und gelöste Schwermetalle, verhindern Rückresorption und nähren zugleich Bifidobakterien.


  • Bitterstoffe – die natürlichen Antipilz-Verbündeten
    Artischocke, Löwenzahn, Enzian, Chicorée regen die Gallenproduktion an. Gallensäuren wirken antimykotisch, unterstützen die Leber und bremsen Candida-Wachstum.


  • Fermente – gute Nachbarn ansiedeln
    Selbst gezogener Sauerkrautsaft oder Wasser-Kefir liefert Leuconostoc- und Lactobacillus-Stämme, die sich an die Darmwand setzen und Candida den Platz nehmen.


  • Basische Mineralien – Säuren neutralisieren, Metalle binden
    In Absprache mit dem behandelnden Arzt können basische Mineralmischungen eingesetzt werden, um:

    • säurebildende Metabolite zu reduzieren,
    • die Phase-II-Entgiftung der Leber zu unterstützen,
    • gelöste Schwermetalle zu binden und deren Ausscheidung zu fördern.

Candida verliert damit seine „Metallpanzer“ – und der Körper gewinnt die Kontrolle über das Darmmilieu zurück. Wir verändern das innere Ökosystem so, dass Candida seinen Vorteil verliert. Nicht der Pilz wird bekämpft, sondern das Milieu wird korrigiert.

Pflanzliche & biologische Antipilz-Werkzeuge

In der biologischen Medizin setzen wir auf sanfte, aber hochwirksame natürliche Substanzen, die das innere Milieu regulieren, den Pilzdruck reduzieren und gleichzeitig den Darm aufbauen und das Immunsystem stärken. Dazu gehören z.B.:

Die Paracelsus Biofilm & Parasiten-Kur

In den vergangenen Jahren wurde die Biofilm-Kur zu einem wesentlichen Element unseres ganzheitlichen Ansatzes da sie sich als besonders wertvolles Werkzeug bewiesen hat.

Fakten des Biofilms zum einfachen Verständnis zusammengefasst: Ein Biofilm ist ein Verband aus mikrobiellen Lebensgemeinschaften von Würmern, Bakterien, Pilzen bis hin zu Parasiten. Eingebettet in einer dicken und festen Schleimschicht aus Zuckern und Eiweissen. Diese Lebensgemeinschaften können sich ununterbrochen, dem Milieu entsprechend, verändern bzw. anpassen und somit ein Leben lang, im Magen-Darmtrakt verweilen.

Eine gesunde Schleimschicht, mit der jedes gesunde Lebewesen ausgestattet ist, verfügt über gesunde und krankmachende Bakterien. Nehmen die kranken Bakterien jedoch überhand, verklebt sich die gesunde Schleimschicht. Um diese noch zu festigen, greifen jene Lebensgemeinschaften zu Schwermetallen und Kalzium. Somit entsteht mit der Zeit aus der Schleimhaut eine regelrechte «Betonmauer». Unerwünschte Bewohner können somit gesichert gedeihen und sich ausbreiten.

Im Laufe der Zeit, kommt es im Körper zu Atemnot der Zellen und der entsprechenden Organe. Ein Vital- und Nährstoffmangel stellt sich ein, da kaum noch was aufgenommen werden kann. Vom Kopf, bzw. Nasennebenhöhlen bis zum Enddarm sind wir mit der gleichen Schleimhaut verbunden. Somit können Nasennebenhöhlen, Harnwege, Lunge, Gehörgänge, Mund- und Rachenraum vom Biofilm betroffen sein.

Gleichzeitig kommt es zu einer stillen Vergiftung und auch Entzündung des Körpers da auch nichts mehr abgegeben werden kann und eine Art Erstickung der Zellen besteht.
In der aktuellen Zeit sind fast alle von einer krankhaften Besiedlung der Schleimhäute betroffen. Dieser Zustand wird u.A. auch mit dem Leaky gut in Verbindung gebracht. Unsere Biofilmkur kann den hartnäckigen Biofilm auf sanfte und nachhaltige Art entfernen. Die Inhaltstoffe der Biofilm-Kur Shakes dringen tief in den Biofilm ein, somit dieser aufgelöst und über den Darm ausgeschieden wird. Das Paracelsus Biofilm Programm findet über vier Tage statt und enthält zusätzlich Therapien und Supplemente, die die Biofilm-Ablösung unterstützen und den Biofilm nachhaltig eliminieren.

Das Paracelsus 6-Tage-Biofilm-Programm löst den Schutzwall, bevor die eigentliche Therapie startet:

  1. Mit der enzymatischen Aufweichung durch Akazienpulver und Palmfasern quilt der Biofilm auf und verliert seine Festigkeit

  2. Durch Einnahme der fermentierten Share Pflaumen wird die Ausscheidung dieser «Messie-Mieter» gefördert

  3. Die basenbasierten Entgiftungsinfusionen, während dieser Zeit, tragen zur vollständigen Auflösung der Calcium-Brücken des Biofilms bei
Ergebnis: Der Schleim löst sich, Candida liegt frei und das Immunsystem sowie unsere pflanzlichen Antimykotika (In der Biofilmkur mit inbegriffen) können direkt ansetzen.
Aufgrund des hohen Ballaststoffgehaltes der 3 Hauptmahlzeiten-Shakes und den 5 mineralstoffreichen Shakes für zwischendurch, ist diese Kur für vier Tage leicht umzusetzen.

Nachdem Candida sich nicht mehr durch einen widerstandsfähigen Biofilm schützen kann, können wir gezielt folgende Antimykotika und immunstärkende Mittel und Therapien erfolgreich einsetzen:

Oregano-Öl wirkt mykotoxisch, weil seine Wirkstoffe Carvacrol und Thymol die Zellmembran von Hefepilzen destabilisieren und deren Energieproduktion hemmen.

Kokosöl enthält Caprylsäure, eine Fettsäure, die die Zellmembranen von Candida destabilisieren kann. Durch seine gute Verträglichkeit eignet es sich hervorragend als täglicher Begleiter in der Küche oder zur kurweisen Einnahme.


Probiotische Kulturen – das Milieu nachhaltig stabilisieren

In Absprache mit dem behandelnden Arzt werden gezielt probiotische Kulturen eingesetzt, um die Darmschleimhaut zu regenerieren, nützliche Bakterienstämme wieder anzusiedeln und Candida langfristig den Lebensraum zu entziehen. Probiotika wirken dabei nicht antifungal im klassischen Sinn, sondern stabilisieren das mikrobiologische Gleichgewicht und stärken die natürliche Kolonisationsresistenz des Darms.


Isopathische Sanum-Therapie

Die biologische Medizin nutzt ausserdem isopathische Präparate, die das mykotische Milieu regulieren und den Körper zurück in seine natürliche Balance führen können – etwa Albicansan, Fortakehl® oder Pefrakehl®. Diese Präparate unterstützen das Immunsystem nicht durch Attacke, sondern durch Regulation und Ordnung des mikrobiellen Gleichgewichts.

Zeolith kann Pilzgifte entlasten, indem seine poröse, negativ geladene Struktur Acetaldehyd, Ammonium und andere positiv geladene Toxine bindet und sie über den Darm ausleitet.


Darm Reset und Leberaufbau
  • Colon-Hydrotherapien werden verordnet, um gelöste Biofilme, Toxine und Hefekolonien vollständig auszuleiten.
  • Rektales Ozon wirkt unterstützend, indem es lokal Sauerstoffradikale in stark verdünnter Form bereitstellt, die mikrobiellen Belastungen reduzieren und gleichzeitig die Schleimhautdurchblutung sowie antioxidative Abwehrmechanismen anregen.
  • Leberentgiftungsprogramm: Eine unterstützende Leberentgiftung kann die körpereigene Fähigkeit stärken, belastende Metabolite wie Ammoniak, Acetaldehyd und andere Gifte effizienter abzubauen und auszuscheiden.
Hinweis bei starker Entgiftungs-Reaktion (Herxheimer)
Bei verstärkter Symptomatik:
  • Dosierung halbieren
  • Bitterstoffe erhöhen
  • viel Wasser
  • Zeolith zur Toxinbindung erhöhen
Am Ende steht für uns ein zentraler Gedanke: Wir behandeln nicht den Keim, sondern das Milieu, in dem er gedeihen kann. Ein aus dem Gleichgewicht geratenes Darm-Ökosystem kann eine erstaunliche Vielfalt an Beschwerden hervorbringen – von Erschöpfung, Verdauungsstörungen und Hautproblemen bis hin zu Symptomen, die viele nicht spontan mit dem Darm verbinden würden, wie innere Unruhe, Panikgefühle, Atemnot oder Stimmungsschwankungen.

Wird das Terrain jedoch reguliert, beruhigt sich oft auch das gesamte System – körperlich wie emotional. Das Wissen über Candida ist heute weit verbreitet, doch die frühzeitige, präzise Erfassung und die ganzheitliche Sanierung des Milieus gehören noch immer nicht überall zum Standard. Genau diese Lücke schliessen wir in der biologischen Medizin mit Sorgfalt, Erfahrung und modernen Diagnostikmethoden.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Candida Ihre Energie bremst oder Ihr Wohlbefinden beeinträchtigt, vereinbaren Sie gerne einen Termin für unser Pilz-Screening – inklusive Dunkelfeld-Schnelltest und persönlicher 15-minütiger Befundbesprechung. Tel. 071 335 71 27 – info@paracelsus.com


Mit herzlichen Grüssen und den besten Wünschen für ein kraftvolles, leichtes und gesundes neues Jahr


Dr. Sonja Lewandowski, PhD
Frau Sonja Bacus, Ernährungs- und Lifestyleberaterin
Referenzen:
  1. Bongomin F et al. Global and Multi-National Prevalence of Fungal Diseases-Estimate Precision. J Fungi (Basel). 2017 Oct 18;3(4):57.
  2. Stradomska TJ et al. Determination of urinary D-/L-arabinitol ratios as a biomarker for invasive candidiasis in children with cardiac diseases. J Med Microbiol. 2010 Dec;59(Pt 12):1490-1496.
  3. Jong AY, Stins MF, Huang SH, Chen SH, Kim KS. Traversal of Candida albicans across human blood-brain barrier in vitro. Infect Immun. 2001 Jul;69(7):4536-44.
  4. Markey L et al. Colonization with the commensal fungus Candida albicans perturbs the gut-brain axis through dysregulation of endocannabinoid signaling. Psychoneuroendocrinology. 2020 Nov;121:104808.
  5. Zhao Y et al. Candida albicans Infection Disrupts the Metabolism of Vaginal Epithelial Cells and Inhibits Cellular Glycolysis. Microorganisms. 2024; 12(2):292.
  6. Renga G et al. To Be or Not to Be a Pathogen: Candida albicans and Celiac Disease. Front Immunol. 2019 Dec 5;10:2844.

Verstehen Sie, wie Candida Ihre Mundgesundheit beeinflusst

Das Mikrobiom beginnt im Mund. In der Zahnklinik Paracelsus Dental / im Swiss Biological Medicine Center erkennen wir orale Candida-Besiedelungen als frühe Hinweise auf systemische Ungleichgewichte. Unser umfassender zahnmedizinischer Newsletter beleuchtet, warum Befunde im Mund von zentraler Bedeutung sind – und wie sie die Gesundheit des gesamten Körpers widerspiegeln. 

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